1. Begrüßung
  2. Sehr geehrte Damen und Herren,
    sehr geehrte Prüfungskommission,
    das Thema meines Akademievortrages lautet: "Digital Gap" in Deutschland. Sind wir in Deutschland auf den Weg in eine Online-Zweikl@ssengesellschaft?

  3. Einleitung: Warum habe ich mich für dieses Thema entschieden?
  4. Mich faszinieren neue Medien! Bereits als Kind und Jugendlicher habe ich im Prinzip lieber Fernsehen geschaut als weniger dicke, kaum bebilderte Bücher gelesen. Diese Neigung führte vor mehr als 30 Jahren zum Entsetzen meiner Eltern und Lehrer, die darin eher eine Fehlentwicklung als weniger eine andere Art und Weise der Informationsaufnahme und Informationsverarbeitung sahen.

    So gehörte ich damals (ca. vor 25 Jahren) innerhalb meines privaten Umfeldes zu den Ersten, die Videospiele kannten, habe mit 14 Jahren auf von Sparkassen veranstalteten Video-Spielturnieren das Geld für mein erstes Mofa verdient und so auch meinen ersten PC (Commodore) finanziert.

    Während meines Studiums gereichten mir meine PC- und ersten Programierkenntnisse zum weiteren Vorteil. Aber ich hatte auch einen Nachteil: zu meiner Zeit mußte man viele Lehrbücher lesen, dessen Inhalte dann in Prüfung beinahe stochastsich (multiple choise) abgefragt wurden.

    Mit meinem beruflichen Einstieg an der Universität Witten/Herdecke und der Arbeit am Lehrstuhl für Umwelttechnik und Umweltmanagement bei Prof. Dr. Dr. Rudolph wurde alles viel besser. Hier war man neuen Wegen und mehrdimensionalem Denken mit Technologiebezug sehr offen. Logische Konsequenz dieser Entwicklung: Heute fasziniert mich das Internet. Aber aus der Begeisterung zum Medium Internet ist mittlerweile eine gewisse Besorgnis geworden, die ich in diesem Vortrag auch zum Ausdruck bringen möchte.

    Das Ziel meines Vortrages ist es, Ihnen zu erläutern, das für mich das Internet nicht nur eine weitere technologische Entwicklung im Bereich der modernen Medien ist. Es ist viel mehr: Auf der Basis seiner vernetzten, lokalen bis überregionalen Funktionalitäten und seiner Interaktivität wird das Internet unser Leben und unsere Gesellschaft nachhaltig verändern. Dies wird schneller geschehen als alles Andere was wir bisher durch die Einführung von Telefon, Fernsehen, Fax etc. kennen gelernt haben.

    Ich möchte Ihnen aufzeigen, dass im Hinblick auf die private Internetnutzung die Gefahr besteht, dass sich in Deutschland eine Online-Zweikl@ssengesellschaft entwickelt und sich ein neuer Graben in der Gesellschaft öffnet: der digitale Graben. Und wer an dieser Entwicklung nicht teil haben kann, aus welchen Gründen auch immer, den erwarten vermutlich bereits in naher Zukunft erhebliche private, schulische und berufliche Nachteile. Diese Entwicklung betrifft vor allem die Altersklasse bis 39 Jahre. Und die Älteren unter uns? Auch Sie werden in naher Zukunft den Schlagschatten dieser Revolution privat und in Ihrem Berufsleben erfahren.

    Bestimmt werden Sie sich jetzt fragen: und was kann man gegen den digitalen Graben machen, wie sieht die Zukunft im Internet aus? Wer wird Abseits stehen? Werden wir innerhalb dieses Vortrages zu dieser Frage eine Antwort erhalten?

    Ich kann Ihnen auf diese Frage keine einfache Antwort geben. Die Entwicklung im Internet ist einfach noch zu dynamsich. Aber wer von Ihnen den Film "The Blade Runner mit Harrison Ford" ober George Orwells "1984 - Big Brother is watching you" gelesen oder im Fernsehen gesehen hat, teilt mit mir meine Vorstellung von der nahen Zukunft: Information der Massen, Anstoß zu mehr Konsum und Dienstleistung und (absolute) Kontrolle des Individuums bei vertretbaren Kosten. Ich möchte Ihnen deshalb im Verlauf meines Vortrages die jeweiligen Gründe aufzeigen, die einen digitalen Graben begünstigen und anhand eines Beispiels aus der Werbebranche aufzeigen, was die Wirtschaft unternimmt, damit wir alle ins Netz gehen und miteinander vernetzt sind.

    Internet: Wer sind die Gewinner und wer wird Abseits stehen?

    Auch die Bundesregierung hat das Potentials des Internets erkannt und hat, da durch den Verkauf der UMTS-Lizensen viel Geld in den Kassen des Finanzministers geflossen sind, ein großzügiges Programm "D 21", "Internet für Alle" mit dem Slogan "der Adler lernt surfen" seit Anfang 2001 ins Leben gerufen. Die Inhalte der Kampagne werde ich Ihnen zum Schluß meines Vortrages kurz vorstellen.

1. Begrüßung
2. Einleitung
3. Faktoren - 3.1 Allgemeines
3.2 Alter und Geschlecht
3.3 Haushaltsnettoeinkommen
3.4 Schulbildung
3.5 Standort
3.6 Arbeitslosigkeit
3.7 Domains
3.8 Bedürfnisse der Menschen
3.9 Zusammen-fassende Übersicht
4. Auswirkungen einer Online-Zweikl@ssen-gesellschaft

5. Gegenmaßnahmen
Beispiel 1: Werbekampagne AOL und Boris Becker

Beispiel 2: Aktionspro-gramm der Bundesregierung "Internet für Alle"
6. Schlussfolgerungen und Diskussion
7. Quellen
8. Weitere Informationen
8.1 Situation auf dem Internet-Markt in Deutschland
8.2 Wie sieht es weltweit mit dem Internet aus?
8.3 "Feindstaaten des Internet" (Stand 2001)
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