3. Welche Faktoren begünstigen die Entwicklung einer Online-Zweikl@ssengesellschaft?
3.1 Allgemeines
Informationsangebote aus dem Internet, nicht ausschließlich für Wenige, sondern für die Massen, das ist spätestens seit dem Jahr 1999/2000 nicht mehr Zukunft sondern Gegenwart. So ist denn auch die Struktur der deutschen Internetuser, seine Vorlieben und Bedürfnisse durch fast alle Altersklassen vom "Computerkid" mit 6 Jahren bis zum "Computeroldie" mit 60 Jahren und älter relativ gut erforscht. Fragen Sie sich doch einmal selbst, wo Sie in Sachen "Inernet" stehen. Das nächste Bild ist eine gute Hilfe dafür. Je länger Sie die Fragen positiv beantworten können, desto höher ist Ihre Internetaffinität.

Wir wissen, das innerhalb der Altersklassen zwischen 14 - 19 Jahren bzw. 20 - 29 Jahren die Online-Nutzung bei über 50 % liegen kann. Bei den 30 - 39 jährigen liegt diese Abdeckung bei ca. 35 %, Tendenz steigend. Für die Wirtschaft ist das eine nahezu traumhafte Ausgangsposition um Produkte und Informationen einfacher, schneller und kostengünstiger zu verbreiten. Kleiner Wermutstropfen: In den darüberliegenden Altersklassen ist die Internetnutzung (noch) ungenügend und spielt bei der Altersgruppe 60 und älter derzeit (noch) keine Rolle.Relativ neu sind Untersuchungen zur Verteilung der Internetnutzung innerhalb der einzelnen Bildungs- und Gesellschaftsschichten sowie der Verteilung der Internetnutzer innerhalb der Bundesländer in Deutschland.Auf der Grundlage der Informationen verschiedener Meinungsforschungsinstitute und Medieneinrichtungen wie EMNID, FORSA, GFK, ARD und ZDF (vgl. 8. Quellen) werden wir Ende 2001 ca. 40 - 45 Millionen Bundesbürger die mindestens 1 x monatlich das Internet privat nutzen.

Der Trend wird dahin gehen, das bald ein stabiler Sättigungswert von ca. 50 - 60 Millionen erreicht wird aber die Frequenz der Internetnutzung wird bis 2005 erheblich zunehmen. Das Internet wird spätestens zu diesem Zeitpunkt den Stellenwert der obligatorischen Zeitung zum Frühstück und damit einen festen Platz im Tagesablauf vieler Menschen eingenommen haben. So zumindest lautet das Ziel der Wirtschaft. Die Kehrseite der Medaille: derzeit verweigern sich noch ca. 35 - 40 Millionen Deutsche dem Internet. Warum bloss?

Tatsache ist: das Internet hat in nur wenigen Jahren das erreicht, wofür Fernsehen, Fax oder Telefon Jahrzehnte brauchten (vgl. Bild 1): Allein durch das Word-Wide-Web (www) wurde in wenigen Jahren der Kontakt zu mehr als 50 Millionen Menschen hergestellt.
Dies bedeutet, jeder der Informationen, Dienstleistungen und Angebote sucht oder anbietet macht langfristig einen Kardinalfehler, wenn es diese neue Medium nicht berücksichtigt!

Bild 1:
Internet, eine Revolution mit sofortiger Wirkung
1. Begrüßung
2. Einleitung
3. Faktoren - 3.1 Allgemeines
3.2 Alter und Geschlecht
3.3 Haushaltsnettoeinkommen
3.4 Schulbildung
3.5 Standort
3.6 Arbeitslosigkeit
3.7 Domains
3.8 Bedürfnisse der Menschen
3.9 Zusammen-fassende Übersicht
4. Auswirkungen einer Online-Zweikl@ssen-gesellschaft

5. Gegenmaßnahmen
Beispiel 1: Werbekampagne AOL und Boris Becker

Beispiel 2: Aktionspro-gramm der Bundesregierung "Internet für Alle"
6. Schlussfolgerungen und Diskussion
7. Quellen
8. Weitere Informationen
8.1 Situation auf dem Internet-Markt in Deutschland
8.2 Wie sieht es weltweit mit dem Internet aus?
8.3 "Feindstaaten des Internet" (Stand 2001)
StartseiteHomepage • Jürgen W.H. Niebuhr, Ludwigsburg-Poppenweiler © 2001