8. Weitere Informationen, die für die Diskussion interessant sein könnten.

  1. Die Marktsituation auf dem Internet-Markt in Deutschland
  2. Wie sieht es weltweit mit dem Internet aus?
  3. "Feindstaaten des Internet" (Stand 2001)

Unter www.niebuhr-internet.de/Akademievortrag/ können Sie diesen Vortrag Online nachlesen bzw. auch als Download auf Ihren Rechner laden.

I: Die Marktsituation auf dem Internet-Markt in Deutschland

Konsolidierungsphase ist das Zauberwort. Prägten zu Beginn der Entwicklung des Internets kleine Unternehmen wie die Softwarehäuser Intershop und Brokat das Erscheinungsbild so bestimmen immer mehr Großkonzerne mit Ihren Medien- und Telekommunikationsunternehmen weite Teile des Marktes.

Die Unternehmen beschränken sich dabei nicht auf eine Stufe der Wertschöpfungskette, sondern bieten Bundle-Lösungen an. Z.B. besitzt die Deutsche Telekom nicht nur das größte Netz für den Transport der Daten, sonder auch mit T-Online den größten Onlinedienst in Deutschland mit über 12 Mio. Kunden (Stand 08/2001).

Strategische Allianzen bestehen bereits seit mehreren Jahren im Bereich Software, Onlineshop zu Intershop, IBM, den Medienhäusern Springer, Holtzbrink und Bertelsmann sowie Suchmaschinen Infooseek, Fireball, Lycos, Alta Vista etc.

In ähnlicher Weise geht auch der Güterloher Medienkonzern Bertelsmann mit AOL vor. Neben eigenen Datenleitungen bietet AOL seinen Kunden eine "eigene" Community an (Stichwörter: "Willkommen"; "zuhause@aol.com" etc.). Und mit der Mediaagentur Pixelpark in Berlin, hat Bertelsmann auch ein gutes Standbein im Bereich Software und Werbung. Im Shopbereich geht die Konzeption BOL (Verbundstrategie mit anderen Partnern) erfolgreich auf. Und der unternehmerischer Zusammenschluß von Fireball und Lycos, sowie Verträge mit Altavista schaffen eine sehr gute Ausgangsposition im Bereich Online - Informationsangebote. Für 4 Mrd. Dollar wurde Netscape gekauft.

Ein anderes Beispiel für die Macht der Großen im Internet sind die Daimler-Crysler-Tochtergesellschaft Debis und der Handelskonzern Metro mit Primus-Online und Debitel (mit Kooperationsverträgen zu MSN). Auch andere Konzerne drängen in den Online-Markt, wie z.B. Mannesmann mit Mannesmann Acor, Otelo, Germany.net usw. (vgl. Bild 1).
Bild 1: Der Internet-Markt in Deutschland (1999/2000)

Und der Online-Markt boomt! Mehr als 25 Mio. Menschen nutzen derzeit das Internet (2000). Sie haben Online Waren im Wert von ca. 2 Mrd. DM gekauft. Nahezu dreimal soviel wie 1998. Sagen Sie selbst, wo gibt es Heute noch solch ein vergelichbares Wachstum?

So schickt sich das Internet an, die klassischen Beziehungen zwischen Handel und Kunden und zwischen den Unternehmen untereinander nachhaltig zu verändern. Kein Tag vergeht, an dem nicht eine neues Start-Up im Netz ein Geschäft aufmacht.

"Das Internet ist die zweite industrielle Revolution" (Cisco Chef John Chambers). Aus meiner Sicht nicht übertrieben, denn mittlerweile bewegen sich mehr als eine Viertelmilliarde Menschen weltweit im Netz.

Derzeit halten sich unsere Datenschützer noch bedeckt und das Internet reguliert sich derzeit "chaotisch", getreu dem Motto "wo kein Kläger, da kein Richter".

Die Praxis zeigt, z.B. am Beispiel totalitärer Staaten (z.B. China) oder in Extremsituationen (z.B. der Krieg im Kosovo) wie schnell das Internet gar nicht mehr so frei und weltoffen ist, wie vielerorts gedacht. Auf der Basis intelligenter, von Algorithmen angetriebener Datenbanken werden an den jeweiligen Länderknotenpunkten Datenströme überwacht und nur das der Masse zur Verfügung gestellt, was es lesen und recherchieren soll.

Mit einfachen Mitteln lassen sich komplette Top Level Domais (z.B. die .de-Domains und damit ganze Länderangebote) für ein ganzes Volk wirkungsvoll sperren. Selbstverständlich gibt es Mittel und Wege, trotzdem an die Information zu gelangen, aber die Maßnahmen genügen in der Regel aus, um der Masse die Information vor zu enthalten. Und die, die es dennoch schaffen, für die kann bereits eine Falle zuschlagen, denn über die IP läßt sich über den Umweg des Providers jeder Rechner identifizieren und damit auch dessen Besitzer, der wiederum verantwortlich ist für die Nutzung des Rechners. So geschehen in Deutschland, Dänemark und Belgien, wo durch "Netzfallen" des LKA-Düsseldorf erste erfolgreiche Aktionen gegen die Verbreitung von Kinderpornographie und rechtsradikalen Informationsmaterialien im Internet Durchgeführt werden konnten.

Doch wo liegen die Grenzen wo des Nutzens und der Kontrolle für den Einzelnen, der Gruppe, dem Volk? Brauchen wir "Big Brother is watching you?"

Können wir nicht auch selbstverantwortlich mit dem neuen Medium umgehen?

1. Begrüßung
2. Einleitung
3. Faktoren - 3.1 Allgemeines
3.2 Alter und Geschlecht
3.3 Haushaltsnettoeinkommen
3.4 Schulbildung
3.5 Standort
3.6 Arbeitslosigkeit
3.7 Domains
3.8 Bedürfnisse der Menschen
3.9 Zusammen-fassende Übersicht
4. Auswirkungen einer Online-Zweikl@ssen-gesellschaft

5. Gegenmaßnahmen
Beispiel 1: Werbekampagne AOL und Boris Becker

Beispiel 2: Aktionspro-gramm der Bundesregierung "Internet für Alle"
6. Schlussfolgerungen und Diskussion
7. Quellen
8. Weitere Informationen
8.1 Situation auf dem Internet-Markt in Deutschland
8.2 Wie sieht es weltweit mit dem Internet aus?
8.3 "Feindstaaten des Internet" (Stand 2001)
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